06.09.2026
Obernau – Frankonia 2:0 (2:0)
In der Woche vor dem Auswärtsspiel beim Spitzenteam aus Obernau, gab es eine weitreichende Veränderung bezüglich des Trainerposten bei unserer Frankonia. Nach etwas mehr als zwei Spielzeiten unter Perver Can entschied man sich für eine Veränderung auf der Trainerposition. Interimsweise übernimmt das Amt der mit einem Kreuzbandriss langzeitverletzte Niklas Zöller. Unterstützt wird er dabei weiterhin von Frank Calo.
Mit der Teutonia erwartete uns im ersten Spiel der neuen Zeitrechnung ein sehr starker Gegner, der mindestens um den Aufstieg mitspielen will und mit sechs Siegen und einem Unentschieden in den ersten sieben Spielen einen hervorragenden Start hingelegt hat. Die Personallage bei unserer Frankonia ergab zudem eine weitere besondere Situation auf der Torhüterposition. Da unser zuverlässiger Keeper Tim Gundermann an diesem Wochenende beruflich bedingt abwesend war und alle angefragten Ersatzkeeper verhindert waren, musste mit Max Berres unser langjähriger Torgarant diesmal im Tor auflaufen. An dieser Stelle muss der Bereitschaft von Max große Dankbarkeit der Mannschaft und des Vereins ausgesprochen werden, da dies keine Selbstverständlichkeit darstellt.
In das Spiel sind wir mit der Marschroute gegangen, defensiv kompakt zu stehen, die Räume zu verdichten und dem Gegner so wenig Torschusschancen wie möglich bieten. Dies gelang über die komplette Spieldauer auch äußerst erfolgreich. Jedoch sollte die Partie bereits mit einem Paukenschlag losgehen.
Eine Halbfeldflanke von der linken Seite wollte Berres mit der Faust aus dem Strafraum klären, dabei erwischte der Obernauer Stürmer den Ball zuerst und konnte noch vor dem Zusammenstoß den Ball ins Tor einköpfen. Somit lagen wir bereits nach drei Minuten mit 0:1 hinten und mussten erneut eine Reaktion zeigen. An diesem Tag zeigte die Mannschaft aber durchaus das Leben in ihr steckt und sie kämpfte füreinander, zeigte vollen Einsatz und Laufbereitschaft und hielt sich an den Plan. Im Laufe der ersten Halbzeit kam Obernau somit nur noch zu einem harmlosen Abschluss aus der Distanz, der das Tor weit verfehlte.
Wir hingegen schafften es nach Ballgewinnen gefährlich in das letzte Drittel vorzustoßen und hatten durch Lautenberger zweimal und Brendler einmal, Chancen den Ausgleich zu erzielen. Auch einige unglückliche Entscheidungen im letzten Drittel sorgten dafür, dass wir um den Treffer gebracht wurden. Mit der letzten Aktion vor der Pause war es dann ein lang gechippter Ball hinter unsere Abwehrkette, der den zweiten Gegentreffer brachte. Unser Verteidiger war einen Moment etwas zu unaufmerksam und wartete zu lange, um den Ball zu klären. Diesen Moment nutzte der tief gelaufene Angreifer und spitzelte den Ball zum 2:0 ins Tor.
Das 2:0 vor der Pause war natürlich ein Dämpfer, jedoch nahm sich das Team vor, weiter alles zu geben, um noch einen Punkt zu erkämpfen. Wir versuchten ab der 60. Minute den Gegner intensiver anzulaufen, um somit noch mehr Ballgewinne zu generieren. Von den Einheimischen kam, bis auf zwei Distanzschüsse, die Berres sicher abfangen konnte, in der zweiten Halbzeit nichts gefährliches mehr. Jedoch sollte bei uns an diesem Tag das nötige Quäntchen Glück oder auch Entschlossenheit fehlen, um das Spiel nochmal spannend zu machen.
Chancen hatten wir in der zweiten Halbzeit durch einen Kopfball von Franke oder einen Abschluss von Schallenberger auch wieder in guter Qualität erarbeitet, jedoch wollte der Ball nicht über die Linie. Das vermeintliche Tor, das absolut verdient gewesen wäre, erzielten wir dann in der Nachspielzeit, allerdings war der Schiedsrichter nicht ganz auf der Höhe und gab den Treffer von Lautenberger nicht, obwohl der Ball deutlich hinter der Linie war. Dieser Treffer nach schöner Kombination über Kabey, Weis, Schallenberger und Lautenberger wäre der kleine Lohn gewesen, den sich die Mannschaft durch den leidenschaftlichen Auftritt verdient hätte.
Sei es drum. Am Ende muss man anerkennen, dass Obernau mit der Kaltschnäuzigkeit und spielerischen Klasse ihren Erfolgslauf beibehält und wir mit sieben Niederlagen am Stück nun mit drei Punkten aus acht Partien auf dem Vorletzten Platz rangieren. Daher könnte nichts Besseres anstehen als das Derby gegen den VfL Mönchberg am kommenden Sonntag auf heimischen Geläuf. Hier gilt es alles in die Waagschale zu werfen, um das Spiel zu gewinnen. Die Zeit der Ausreden ist vorbei, es zählt nur noch der volle Einsatz und Wille jedes einzelnen Spielers.
Torfolge:
1:0 Felix Striegl (3. Minute); 2:0 Kristof Röth (45. Minute)
Aufstellung:
Tim Gundermann – Marius Müller, Lucas Brendler, Kevin Volz ©, Nickolas Weis – Silvano Calo, Paul Schallenberger, Moritz Müller, Gabriel Berninger, Nickolas Weis – Janis Lautenberger – Julian Kabey, Simon Klug.

