6. Spieltag Kreisklasse 2: TSV Olympia Eisenbach

23.08.2026

Frankonia – Eisenbach 0:4 (0:1)

Nach der hohen Pleite im Auswärtsspiel bei der Top-Mannschaft der Liga, Türk FV Miltenberg, sollte eine Woche darauf im Heimspiel gegen Eisenbach nach vier Niederlagen in Folge endlich wieder ein Dreier folgen. Die, trotz des Ergebnisses, verbesserte Darstellung in Großheubach in der Vorwoche sollte Hoffnung geben, den ersten Heimdreier einzufahren. Leider sollte das Spiel dann komplett gegenteilig verlaufen. Aber der Reihe nach.

Schon zu Beginn der Partie merkte man unserer Truppe die Verunsicherung der letzten Wochen deutlich an. Der Ball wurde in nur sehr mäßigem Tempo laufen gelassen und dazu gesellten sich teils unglaubliche Abspielfehler, bei denen deutlich wurde, dass die Negativserie am Selbstvertrauen gekratzt hat. Eine weitere Enttäuschung an diesem Tag war die Einsatzbereitschaft und die fehlende Leidenschaft zu zeigen, dass man die bessere Mannschaft sein wollte.

Eisenbach fokussierte sich auf ein einfaches Spiel. Sie standen kompakt und überließen uns bis zur Mittellinie den Ball. Nach Ballgewinn schalteten sie schnell durch tiefe Pässe in die Spitze um und wollten so zum Torerfolg kommen. Nach 20 Minuten sollte das Schema zum ersten Mal aufgehen. Nach einem langen Steckball in die Tiefe tauchte ein Gästeangreifer frei vor Gundermann auf und überlupfte unseren Keeper mit einem Heber, den auch zwei zurückgeeilte Frankonen nicht mehr von der Linie kratzen konnten. Aufgrund der absolut enttäuschenden Darbietung der Heimelf war die Führung zu dem Zeitpunkt verdient.

In der Folge merkte man, dass ein kleiner Ruck durch die Mannschaft ging und versucht wurde, mehr Einsatz zu zeigen. Allerdings wirkten die Schwarz-Gelben wie gehemmt und es fühlte sich so an, als würde jeder mit sich selbst hadern. Daher blieben Torchancen auch komplett Mangelware und man verabschiedete sich mit einem 0:1-Rückstand und einer Leistung, die zum Nachdenken bewegte, in die Halbzeit.

In der Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, uns zusammen zu raufen und eine deutliche Leistungssteigerung zu zeigen. In den ersten Minuten sah man hier auch kleinere Ansätze, die jedoch sofort zunichte gemacht wurden. Nach einem Einwurf der Eisenbacher in der eigenen Hälfte lieferten wir nur Begleitschutz und schauten zu, wie sich die Gäste-Elf mit zwei kurzen Pässen und einem langen Tiefenball vor unser Tor spielte. Gundermann konnte im Eins gegen Eins gegen Jakob nichts mehr ausrichten und so stellte Eisenbach in der 50. Minute auf 0:2. Doch damit nicht genug. Nur zwei Zeigerumdrehungen später sollte es noch dicker kommen. Wieder schlief unsere Elf komplett und machte es der Olympia zum Vergnügen an diesem Tag Fußball zu spielen. Einen Angriff, bei dem wir erneut nie wirklich in die Zweikämpfe gekommen sind, schloss Klug zum 0:3 ab.

Mit dem 3-Tore-Rückstand war die Partie gelaufen und die Köpfe unserer Mannschaft gingen nur noch mehr nach unten. Offensiv war auch in der zweiten Halbzeit nichts redenswertes vorhanden und Eisenbach hatte leichtes Spiel die Bemühungen zunichtezumachen. In der Schlussminute dann ein symbolisches Gegentor, dass die Leistung optimal widerspiegelte. Gästespieler Özfidaner nahm sich rund 30 Meter vor unserem Tor den Ball, lief einfach an unseren Verteidigern ohne Gegenwehr vorbei und stand auf einmal frei vor Gundermann. Vor dem Tor musste er nur noch auf den mitgelaufenen Braunwarth querlegen, welcher ein leichtes hatte den 0:4-Endstand herzustellen.

Somit steht eine deftige 0:4-Heimklatsche, die es unbedingt aufzuarbeiten gilt. Dabei muss sich jeder Einzelne hinterfragen, ob er wirklich alles gegeben hat, das Spiel zu gewinnen. Des Weiteren bleiben wir zu Hause auch nach drei Spielen punkt- und torlos, nachdem wir in der vergangenen Saison nicht ein einziges Heimspiel verloren hatten. Nichtsdestotrotz müssen die Blicke nach vorne gerichtet werden. Es gilt nun den Kampf anzunehmen, mit mehr Leidenschaft und Energie aufzutreten und im nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die SG Kleinwallstadt/Hausen endlich wieder die Punkte auf der Höhe zu behalten.

Torfolge:

0:1 Damien Klug (20. Minute); 0:2 Niklas Jakob (50. Minute); 0:3 Damien Klug (52. Minute); 0:4 Ben Braunwarth (90. Minute

Aufstellung:

Tim Gundermann – Kevin Volz ©, Gabriel Berninger, Janis Lautenberger, Simon Franke – Silvano Calo, Paul Schallenberger, Phillip Ballmann, Nickolas Weis – Moritz Müller, Sasha Lemberger – Marius Müler, Jan-Niklas Kammler, Julian Kabey, Sahin Oktay.