04.04.2026
Frankonia – Faulbach 2:1 (1:0)
Eine Woche nach dem Heimspielsieg gegen Stadt-/Dorfprozelten begrüßten wir mit dem SV Faulbach am Ostersamstag den Spitzenreiter zum Topspiel bei uns auf der Mechenharder Höhe. Dieses Aufeinandertreffen stand unter den besonderen Vorzeichen, dass die Gäste mit einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage der SG Eichelsbach/Sommerau (die auch eintreten sollte) auf unserem Geläuf Meister werden können. Dementsprechend siegessicher reisten die Faulbacher dann auch gleich mit drei Bussen und weiteren Unterstützern an.
Wir hingegen wollten den Feierlichkeiten unbedingt einen Strich durch die Rechnung machen und die nächsten drei Punkte im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz einsammeln. Zu Beginn des Spiels war beiden Teams die Nervosität deutlich anzumerken. Beide Mannschaften tasteten sich mit dem Ball nur leicht ab, die Zweikämpfe hingegen wurden von der ersten Minute an intensiv geführt. Gerade bei unserer Heimelf merkte man, dass die Einstellung stimmte und man seinen Sportplatz verteidigen möchte.
Chancen ergaben sich nur wenige und wenn durch individuelle Fehler, wie in der Anfangsphase als wir durch technische Schwierigkeiten in der Defensivreihe den Faulbachern zwei Möglichkeiten boten, die aber ungefährlich blieben. Nach einer halben Stunde folgte dann eine Situation, die für Diskussionsstoff sorgte. Moritz Müller wurde mit einem Ball in die Tiefe auf die Reise geschickt und tauchte allein vor dem Gästekeeper auf. Durch das aufgebaute Tempo legte er sich den Ball geschickt an diesem vorbei und wurde dann oberhalb des Knöchels vom Torhüter mit einem Tackling zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter entschied folgerichtig auf Strafstoß, beließ es aber nur bei einer fragwürdigen gelben Karte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Silvano Calo zur Führung. Bis zum Halbzeitpfiff verlief das Spiel vor den Torräumen beider Seiten eher ruhig und somit gingen wir mit einem Tor Vorsprung in die Kabine.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit war sofort wieder zu sehen, dass die Intensität nochmals erhöht wird. Faulbach versuchte mehr Druck aufzubauen und erspielte sich im Vergleich zur ersten Halbzeit mehr Standards. Gefährlich wurden sie allerdings nicht. Allgemein war das Spiel geprägt von vielen Zweikämpfen und einer hohen Intensität, die höchste Konzentration in allen Mannschaftsteilen verlangte.
Nach etwas mehr als 70 gespielten Minuten folgten dann zwei spielentscheidende Szenen. Zunächst sah Gästespieler Pahl nach einer Tätlichkeit absolut zurecht die Ampelkarte. Dann spielten wir uns nach 75 Minuten über die, an diesem Tag herausragende, linke Seite mit Franke und Weis in den Sechzehner durch. Der Abschluss von Weis landete zunächst am Innenpfosten, allerdings konnte Inan den Abpraller sichern und auf Moritz Müller zurücklegen, der zur 2:0 Heimführung einschob.
Als jeder dachte dies wird die Vorentscheidung sein, kam Faulbach durch einen Sonntagsschuss noch einmal auf 2:1 heran und versuchte in der Schlussphase auch mit einem Mann weniger alles nach vorne zu werfen. Jedoch hielt unsere Defensive allen Angriffen und Standardsituationen stand und so sicherte man sich die drei Punkte.
Die Faulbach Zuschauer machten sich also mit gedämpfter Stimmung in ihren Bussen auf die Heimreise und wir konnten den Heimsieg und die drei Punkte zusammen feiern. Unter dem Strich war der Sieg überaus verdient, da man an diesem Tag eine absolute Einheit bildete und durch viel Leidenschaft und Kampf den Gästen den Zahn ziehen konnte.
In der nächsten Woche wartet dann das nächste äußerst unangenehme Auswärtsspiel beim SV Altenbuch auf unsere Frankonia. Auch hier werden alle Basisattribute abgerufen werden müssen, um erfolgreich zu sein.
Torfolge:
1:0 Silvano Calo (31. Minute); 2:0 Moritz Müller (75. Minute); 2:1 Nico Brand (78. Minute)
Bes. Vorkommnisse: Rote Karte: Julian Pahl (73. Minute, Tätlichkeit)
Aufstellung:
Tim Gundermann – Ege Iyilikeden, Jan-Niklas Kammler ©, Gabriel Berninger, Simon Franke – Niyazi Tekeli, Nickolas Weis, Paul Schallenberger, Phillip Ballmann – Silvano Calo, Moritz Müller – Burak Inan, Marius Müller, Janis Lautenberger, Sahin Oktay.

