10. Spieltag Kreisklasse 2: SV Rot-Weiss Weibersbrunn

20.09.2026

Weibersbrunn – Frankonia 1:3 (0:1)

Eine Woche nach dem erlösenden Heimsieg im Derby gegen Mönchberg trat man eine der weitesten, wenn nicht die weiteste, Auswärtsfahrten der Saison nach Weibersbrunn an. Dort erwartete uns eine Mannschaft, die mit fünf Punkten aus neun Spielen nur einen Zähler weniger als wir gesammelt hatten und dementsprechend ebenfalls alles daransetzen wollten, wieder erfolgreich zu sein.

Für uns war die Marschroute ebenfalls klar. Wir wollten den nächsten Dreier landen und die Abstiegsplätze verlassen. Hierfür wussten wir von Beginn an, was uns erwartet und so gingen wir auch in das Spiel. Die erste Halbzeit zeigten wir über weite Strecken ein sehr gutes Spiel und schafften es immer wieder spielerisch in die gefährlichen Räume zu gelangen. Wir erspielten uns Chance um Chance und schafften es, den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Einzig die Chancenverwertung waren erneut das Manko.

Zunächst näherten wir uns durch scharfe Hereingaben immer näher dem Tor an. Nach acht Minuten sollte dann ein schöner Spielzug die Führung bringen. Wir schafften es von hinten sauber heraus zu kombinieren und Ballmann circa 35 Meter vor dem Tor freizuspielen. Dieser spielte eine schöne Seitenverlagerung auf die rechte Seite zu Calo, welcher mit der Flanke in das Zentrum Simon Franke bediente, der den Ball mit dem Kopf auf den durchgelaufenen Weis querlegte, der dann nur noch einnicken musste.

Im Verlauf der ersten Halbzeit vergaben wir dann beste Tormöglichkeiten in der Offensive, die man regelrecht verwerten muss, um sich für eine solche Halbzeit sportlich zu belohnen. Leider blieb dies aus und somit ging es erneut mit einer hochverdienten, jedoch zu niedrigen Führung in die Pause.

Nach der Halbzeit hatten wir uns vorgenommen sofort weiter Druck auszuüben und den nächsten Treffer zu erzielen. Dies gelang uns dann auch umgehend. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff war es Ballmann, der vor dem Tor die Ruhe bewahrte und überlegt die Lücke fand, um den Spielstand auszubauen. In der Folge blieben wir weiterhin am Drücker und wollten das dritte und womöglich entscheidende Tor nachlegen. Doch auch hier ließen wir wieder beste Chancen aus.

Nach rund 60 Minuten merkte man unserer Truppe an, dass die Kräfte nachließen und Weibersbrunn etwas mehr die Spielkontrolle übernahm. In der 72. Spielminute war es dann ein verunglückter Klärungsversuch von Gundermann, der beim Gegner landete. Der Stürmer hatte keine Mühe den Ball über unseren Schlussmann zum 1:2-Anschlusstreffer ins Tor zu heben. Nach dem Treffer hatte das Heimteam spürbaren Aufwind und setzte alles daran, zum Ausgleich zu kommen. Auch hier mussten wir, wie in der Vorwoche nochmals zittern. Die größte Chance hatte der Spielertrainer der Gäste, als er allein vor Gundermann auftauchte, dieser aber mit einer herausragenden Eins-gegen-Eins – Aktion die Führung festhielt. Des Weiteren trafen die Rot-Weißen dann mit einem direkten Freistoßversuch nochmals das Aluminium. Alle anderen Standardsituationen verteidigten wir allerdings entschlossen.

Somit ergab sich in der Schlussminute, dann ein letzter Standard, bei dem Weibersbrunn alles nach vorne warf. Gundermann konnte die Hereingabe jedoch sofort abfangen und den Konter einleiten, der über Weis bei Marius Müller landete. Dieser hatte keine Mühe mehr seinen ersten Saisontreffer ins leere Tor zu erzielen und somit den Sieg festzumachen.

Dieser Sieg ist aufgrund der spielerisch starken und kämpferischen zweiten Halbzeit verdient und wir können unseren zweiten Sieg in Serie feiern. Lange Zeit zum Feiern sollten wir uns aber nicht nehmen, denn in der nächsten Woche erwarten wir den nächsten Konkurrenten im Tabellenkeller. Dann kommt die SG Eichelsbach/Sommerau zu uns auf die Höhe und möchte die drei Punkte mitnehmen. Auch hier werden wir von jedem einzelnen Spieler die beste Leistung benötigen, um gemeinsam erfolgreich zu sein.

 

Torfolge:

0:1 Nickolas Weis (8. Minute), 0:2 Phillip Ballmann (47. Minute), 1:2 Sebastian Zill (72. Minute), 1:3 Marius Müller (90. Minute)

Aufstellung:

Tim Gundermann – Jan-Niklas Kammler ©, Lucas Brendler, Fabian Törcsvary, Nickolas Weis – Silvano Calo, Paul Schallenberger, Moritz Müller, Gabriel Berninger, Nickolas Weis – Phillip Ballmann – Tino Frauenfelder, Janis Lautenberger, Marius Müller.